
Das Boot fährt!
Nach wochenlangen Extrembasteln habe ich es geschafft, 3 Tage vor dem Treffen in Kaiserslautern, das Boot Tauchklar zu bekommen. Leider reichte die Zeit nicht mehr um alle Funktionen zu implementieren.
Damit ich in Kaiserslautern fahren kann verzichtete ich auf folgende Funktionen:
- Klappen am Turm
- Drehfunktion Radar
- Beleuchtung
- Vordere Tiefenruder
- Detaillierung
- Eigener Propeller
- Bugstrahlruder
Ich fuhr schon am Mittwoch mit Sascha zur Waschmühle. Wir konnten aber erst um Donnerstag unsere Boote testen. Leider war die erste Wasserung bzw. Fahrt recht ernüchternd. Der Lageregler war nicht eingestellt so dass ich nur über Wasser fahren konnte. An diesem Tag war es extremst windig, die Boote trieben recht schnell ab so dass auch eine Überwasserfahrt nicht wirklich Spass machte. Hier merkte ich leider dass der Wendekreis sehr groß ist.
Am Freitag wurde der Lageregler erst einmal eingestellt. Dennoch lief das Boot nicht so wie erwartet. Das lag daran dass ich doch recht zögerlich fuhr und der Lageregler immer noch nicht befriedigend eingestellt war.
Am Samstag brachte Lothar ein bisschen Leben in die Geschichte. Der Lageregler wurde eingestellt und das Boot zu Wasser gelassen. Dann uebernahm Lothar den Sender und gab erst mal richtig Gas. Mir wurde etwas schlecht bei dem Anblick als die Beluga auf Tiefe ging. Irgendwie hatte ich das Gefühl dass sie am Boden "rumkratzt". Dies war aber nicht der Fall. Zu meiner Verwunderung war die Fahrt sehr kurz. Das Boot sollte wieder an Land um den Lageregler einstellen zu können.
Beim 2. Anlauf war es dann merklich besser. Aber auch hier wurde das Boot nach einer kurzen Runde erneut aus dem Wasser geholt um Feineinstellungen am Lageregler durchführen zu können.
Nachdem das Boot wieder im Wasser war fuhr es eigentlich sehr gut. Leider war der Wendekreis auch unter Wasser recht groß. Vor allem das Drehmoment des großen Propellers machte sich bemerkbar. Im Uhrzeigersinn fährt das Boot wesendlich schlechter als entgegen desselben.
Sonntags war es dann auch soweit dass ich lernen musste wie man sich fühlt wenn das Boot absäuft. Ohne erkennbaren Grund lief der Bug voll Wasser. Sascha, der den Sender hatte, lenzte die Tanks. Leider kam nur das Heck aus dem Wasser, der Bug lag auf Grund. Ich glaube ich brauche keinem zu erzählen wie man sich fühlt. Ich stand hilflos da, meine Ohren pfeiften wieder und war echt froh dass einige Kollegen zu Hilfe kamen um das Boot zu bergen bevor es vollends vollgelaufen war.
Eins vorweg: Kein Schaden entstanden. Der Bug und der Ausfahrgerätekasten waren voll Wasser (ca. 1-2 Liter). Im Heckbereich war alles trocken. Was war passiert? Keine Ahnung! Als wir den Turm abnahmen war der Schnorchel auf. Warum weis ich bis heute nicht. Ich vermute mal dass er mechanisch klemmte. Vorher habe ich alles hundert Mal getestet, er ging immer zu wenn er musste. Auch danach konnte ich keine Probleme feststellen.
Ein Fehler von mir war sicherlich die fehlende "optische Rückmeldung". Dazu hätte es nur eine kleine M3-Schraube gebraucht.
Fazit: Ein gelungenes Wochenende für mich. Das Boot ist dicht und läuft zufriedenstellend. Ich denke mir dass es nach weiteren Fahrten und Einstellungen am LageTiefeRegler immer besser wird. Der Schnorchelkopf bekommt eine optische Anzeige sowie eine elektronische Sicherung über einen Reedkontakt. Somit sollte es nicht mehr möglich sein das Boot zu fluten wenn der Schnorchelkopf auf ist. Da er unter dem Turm verbaut ist sieht das keiner. Ich möchte mich herzlichst bei allen bedanken die mich unterstützt haben. Mir tat jeder Einzelne Leid der mir das Boot in und aus dem Wasser gehoben hat.
Hier ein paar Impressionen aus Kaiserslautern.


