Anstatt 150 Euro nach England zu schicken habe ich beschlossen den Propeller selbst zu bauen. Da ich sowas noch nie gemacht hatte musste ich erst mal sicher sein, dass er auch halbwegs nach was aussieht. Dazu haben Dirk und ich ein Ruderblatt am Computer entworfen. Dieses Blatt hab ich dann mal ausgefräst, und zwar in 7 Lagen 0,5mm Messingblech. Diese Blätter hab ich dann stumpf auf eine Nabe gelötet und gebogen. Das Ergebnis sah auf Anhieb sehr vielversprechend aus.
Für den richtigen Propeller nahm ich 1,5mm Messingblech und fräste die Blätter in einer minimal veränderten Form aus. Was jetzt kam war sehr nervenaufreibend. Die Profilierung. Ich entschloss mich das Profil zu feilen. Bei einem Propeller in der Größe einer CD ist das schon viel Arbeit. Ich feilte nicht immer ein komplettes Blatt fertig, da wären wahrscheinlich alle Blätter unterschiedlich ausgefallen. Ich feilte immer nur sehr kurz an einem Blatt, so machte ich alle 7. Dann feilte ich wieder am 1. Blatt ein bisschen weiter, bis alle 7 gleich aussahen. Das Ergebnis war überraschend gut.
Die Naben waren schnell gedreht. Auf der Fräsmaschine wurden die Naben mit einem Scheibenfräser eingeschnitten. Die Teilung wurde dabei über den Rundtisch eingestellt. Die Propellernabe wurde die Löthilfe von Manni geschraubt. Dann wurden die Blätter eingefügt und ausgerichtet. Nach dem vermessen wurde der Propeller hartgelötet.
Bei den Endkappen (Attenuator) dauerte es etwas länger denn sie liefen spitz zu. Ich hab es wieder so gemacht wie beim Bug-Urmodell. Die Winkelmaße wurden herausgezeichnet und dann mit der Drehmaschine angedreht. Die Kanten wurden dann mit der Feile gebrochen und die Teile sauber geschliffen. Die Form des Attenuators gibt es schon seit den 60ern und wurde sehr oft benutzt. Auch heute ist er noch bei vielen Klassen zu finden (Akula, Lada, Kilo…). Ich fräste aus 1mm Blech die Platten für das Kreuz. Dazu musste auch die Endkappe eine Nut bekommen. Die Kontur wurde per CNC mit einem Scheibenfräser eingefräst. Leider habe ich davon keine Fotos gemacht. Die Platten wurden dann mit einem kleinen Schlitz versehen so dass sie ineinander passten. Dann wurde alles Hartgelötet.
Dirk hatte die Ehrenvolle Aufgabe den Propeller in die endgültige Form zu bringen. Die Blätter waren ja noch nicht verdreht, auch musste alles ausgewuchtet werden. Zum Schluss musste man nur noch alles polieren.


